Auf der Strecke von Sines, Portugal, nach Bremerhaven, Deutschland, kam es am 02. Januar 2019 zu schweren Unwettern. Infolgedessen wurden an Bord eine unbekannte Anzahl von Containern beschädigt und etwa 280 Container gingen in deutschen Gewässern bei der Insel Borkum verloren. Die weiteren Umstände, die zum Zusammenbruch einer Reihe von Containerstapeln beigetragen haben, insbesondere der Zustand des Mittschiffbereichs, von dem aus die Container über Bord fiel, müssen noch untersucht werden.

Das Schiff kam am 03. Januar 2019 in Bremerhaven an und wurde am Eurogate Container Terminal gesichert, wo erste Inspektionen des Schiffes und seiner Ladung stattgefunden haben. Nach ersten Informationen blieb die MSC Zoe relativ unbeschädigt, während ein Teil der Ladung an Bord erheblich beschädigt wurde.

Am 04. Januar 2019 haben die Löscharbeiten begonnen und werden rund um die Uhr durchgeführt. Aufgrund der vorherrschenden Wetterbedingungen sowie der schwierigen Lage der beschädigten Container musste der Betrieb jedoch mehrfach unterbrochen werden und verläuft langsam.

Der Schwerpunkt des eigentlichen Betriebs liegt auf den Containern, die in gutem Zustand geblieben sind und sich ohnehin in Bremerhaven zur Entladung befinden. Je nach voraussichtlicher Dauer des Einsatzes wird sich zeigen, ob das Schiff mit den nicht betroffenen Containern weiterfährt oder ob es entladen und die Container auf ein anderes Schiff umgeladen werden.

Es gibt noch Unklarheiten über den Umgang mit einem Teil der beschädigten Containern an Bord, die eventuell spezielle Ausrüstungen und Betriebsverfahren erfordern, um die Sicherheit der beteiligten Parteien und der Ladung selbst zu gewährleisten. Dementsprechend ist es im Moment völlig unklar, wann dieser Teil der Entladung begonnen und wann er abgeschlossen werden kann.

Da niemand außer den Behörden und den betroffenen Interessen an Bord des Schiffes kommen darf, ist es schwierig, die Situation vor Ort zu überwachen, um den weiteren Verlauf vorherzusagen und detaillierte Informationen über die Ladung zu erhalten.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation kann man mit Sicherheit nur sagen, dass die Entladung und Bergung der Container noch Wochen dauern wird, gefolgt von den entsprechenden Ladungsbesichtigungen.

Nach neuesten Informationen könnte es sein, dass die MSC Zoe einen südlichen Kurs genommen hat, der nur etwa 16 km vor Borkum und den angrenzenden Inseln mit einer maximalen Wassertiefe von 20 m liegt, um eine kurze und angeblich sichere Route zu nehmen. Das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in Den Haag bestätigte den Medien, dass die Generalstaatsanwaltschaft eine Untersuchung in dieser Angelegenheit eingeleitet hat.

Darüber hinaus werden von uns gründliche Untersuchungen zu den Umständen und Verantworlichkeiten sowie zu den Regressaussichten durchgeführt (die wir für vielversprechend halten). Wir freuen uns auf Ihre diesbezüglichen Anweisungen.